Grossbritannien: Versicherungen dürfen Gentest verlangen

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Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen beantragt
USA: Erster gentechnisch veränderter Affe
Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, einen Rhesusaffen mit einem gentechnisch eingefügten Gen zu züchten. Dies gaben die amerikanischen Gesundheitsbehörden (NIH) bekannt. Damit ist der Affe der erste nicht-menschliche Primat, der ein fremdes Gen trägt.

Von Briten, die einen Gen-Test auf die Chorea-Huntington-Erkrankung hin gemacht haben, können Versicherungen beim Abschluss einer Lebensversicherung die Offenlegung dieses Tests fordern. Diese Entscheidung traf Mitte Oktober die britische Regierung. Vorerst betrifft dies nur Chorea-Huntington.

Die Regelung betrifft jedoch nur Antragssteller und Antragsstellerinnen, die bereits vor der Antragsstellung einen Gen-Test gemacht haben. Die Versicherung hat kein Recht von den Antragsstellern zu verlangen, einen Test auf eine etwaige erbliche Veranlagung zu Chorea-Huntington zu machen, wenn sie ihn zum Zeitpunkt der Antragsstellung noch nicht gemacht haben.

Die Entscheidung stiess bei der britischen Alzheimergesellschaft und beim britischen Verbraucherverband auf scharfe Kritik. Der Sprecher der Versicherungsgesellschaften, Professor John Durant, argumentierte, es könne so verhindert werden, dass die Versicherten, die zwar aufgrund ihrer Familiengeschichte vorbelastet sind, aber keine erbliche Veranlagung haben, höhere Beiträge zahlen müssen.

Chorea Huntington ist eine erbliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist meist gekennzeichnet durch ungebremste unwillkürliche Bewegungen. In unterschiedlichem Masse treten, oft schon vor den motorischen Störungen, geistige und besonders vielgestaltige psychische Veränderungen auf. Die Krankheit wird autosomal vererbt, dass heisst, sie wird nicht geschlechtsgebunden vererbt, sondern es können sowohl Männer als auch Frauen davon betroffen sein. Ausserdem wird die Krankheit von einem dominanten Gen vererbt. Dies bedeutet, dass jeder, der dieses Gen hat, irgendwann in seinem Leben die Krankheit bekommen wird. Die Wahrscheinlichkeit für ein Kind, dieses Gen von einem erkrankten Elternteil vererbt zu bekommen, liegt bei 50 Prozent.