Die Pilotphase des sogenannten Biosafety Clearing House (BCH), eine unter dem Cartagena Protokoll eingerichtete Informationsplattform, wurde vom ersten Internationalen Komitee des Cartagena Protokolls zur Biosicherheit (ICCP-1) gestartet, das sich in Montpellier (Frankreich) vom 11. bis 15. Dezember 2000 traf. Vertreter von 116 Ländern und 74 Abgesandte von internationalen Organisationen, von Nicht-Regierungsorganisationen sowie der Industrie nahmen an diesem Treffen teil, um das Inkrafttreten des Cartagena Protokolls vorzubereiten. Erwartet wird dieser Schritt im Verlauf des Jahres 2002.
Den ersten Preis im Bereich „Innovative Geschäftsidee“ erhielt ein Unternehmen, das sich mit neuen Therapiemöglichkeiten durch programmierten Zelltod beschäftigt. Der zweite Preis wurde für ein System vergeben, mit dem man Peptid-Chips drucken kann. Grundlage dieser Technologie ist ein handelsüblicher Laserdrucker, der mit speziellen Tonerpartikeln in der Lage ist, Peptide auf einer Trägerfolie zu synthetisieren. So entsteht ein definierter Peptid-Chip, der anschliessend z.B. bei der Suche nach neuen Medikamenten eingesetzt werden kann. Eine intelligente Sensorik für den Biochip-Markt haben die Preisträger des dritten Preises ausgeklügelt.
Durch die direkte Auswertung der Daten innerhalb des Detektorsystems kann die Datenflut erheblich reduziert werden, die beim Einsatz von Biochips normalerweise anfällt.
Anerkennung fanden auch Medikamente aus Schneckengift und alternativen Möglichkeiten zu Tierversuchen. Ein weiteres Unternehmen, das am Wettbewerb teilnahm, setzt Pflanzenwurzeln zur Produktion von Wirkstoffen für die Arzneimittelindustrie ein: In speziell entwickelten Bioreaktoren werden transgene Wurzelhaarkulturen gezüchtet, die Biopharmazeutika herstellen. Diese aktiven Substanzen werden von der Wurzel direkt in das Nährmedium abgegeben und können daraus kostengünstig isoliert werden. Doch nicht nur Geschäftsideen aus dem medizinischen Bereich wurden prämiert. Das Ziel eines weiteren preisgekrönten Unternehmens war die biotechnologische Herstellung von Bio-Kraftstoffen (Biodiesel) und Tensiden aus deproteinisierter Molke.
Der Aufbau von Kapazitäten war ein weiterer wichtiger Punkt des ICCP-1. Es war erkannt worden, dass vielen Entwicklungsländern die notwendigen Infrastrukturen und das Know-how zur Umsetzung des Protokolls noch fehlen. Auf dem ICCP-1 stellte die UNEP (United Nations Environment Programme) in Zusammenarbeit mit der Global Enviromental Facility (GEF) ihr Projekt zur Entwicklung von nationalen Frameworks für die biologische Sicherheit vor. Ein Workshop für Experten zum Aufbau von Kapazitäten ist für Juni 2001 in Kuba geplant. Erwartet werden Vertreter von Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen und internationalen Vereinigungen.
Schweiz : Ab 2002 neue internationale Fachmesse für Forschung und Entwicklung in den Lebenswissenschaften in Basel
Die tradtionelle technische Fachmesse für Chemische Technik, Analytik und Biotechnologie „Ilmac“ hat eine Nachfolgerin. Die Messe Basel wird vom 15.-18. Oktober 2002 die „r+d in Life Sciences“ veranstalten: Eine neue internationale Fachmesse und Kongress für Forschung und Entwicklung, Analytik und Diagnostik in Life Sciences und in der Chemischen Industrie. Die in einem zweijährigen Rhythmus durchgeführte Messe für Forschung und Entwicklung, Analytik und Diagno-stik wird von einem hochkarätig besetzten Wissen-schaftskongress begleitet. Angesprochen sind in erster Linie Wissenschafter aus den Life Sciences und aus der chemischen Industrie.