Der Wissenschaftler Wilhelm Krek erhält den mit 1 Million Franken dotierten Preis der "Dr. Josef Steiner Krebsstiftung". Krek forscht am Friedrich Miescher-Institut (FMI) in Basel. In diesem Jahr hat er damit bereits den dritten Preis für seine Arbeit in der Krebsforschung erhalten.
Der Steiner-Preis wird Krek im November an einer Feier in Bern verliehen. Er erhält den Preis für ein Forschungsprojekt über die von Hippel Lindau-Krankheit, einem vererbbaren Krebssyndrom. Nach dem Ende der vierjährigen Forschungsdauer wird vom Preisträger die Durchführung einer internationalen Konferenz zu ihrem Forschungsthema erwartet.
Im Januar hatte Krek bereits den mit 200 000 Franken dotierten "Robert Wenner-Preis" der Schweizerischen Krebsliga erhalten. Im März konnte er den "Friedrich Miescher-Preis" - dotiert mit 20 000 Franken - entgegennehmen.
Das 1970 gegründete FMI ist eine Zweigniederlassung der Novartis Forschungsstiftung. Es beschäftigt sich mit biomedizinischer Grundlagenforschung.
Zellforscher erhalten Nobelpreis für Medizin
Den 100. Nobelpreis für Medizin teilen sich der US-amerikanische Forscher Leland Hartwell vom Fred Hutchinson Cancer Research Center (Seattle) und seine britischen Kollegen Paul Nurse und Tim Hunt vom Imperial Cancer Research Fund (London). Wie die Nobel-Versammlung am Karolinska-Institut am 8. Oktober in Stockholm bekannt gab, erhalten die drei Wissenschaftler den Preis für ihre gemeinsamen Entdeckungen zur „Kontrolle des Zellzyklus“.