Schweiz: Aktion genetische Ressourcen in der Landwirtschaft

   Internationaler Vertrag zu Pflanzengenetischen Ressourcen
Schweiz: „Runder Tisch“ zum Thema BSE
Schweiz: Fünfjähriges Moratorium für GVO in der Landwirtschaft
Während der nächsten fünf Jahre soll die Landwirtschaft keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) freisetzen dürfen. Mit 13 zu 12 Stimmen hat die Wissenschaftskommission (WBK) des Nationalrates dieses Moratorium beschlossen.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat am 12.6. 2002 in einer Pressemeldung die Schwerpunkte für die zweite Phase des nationalen Aktionsplanes (NAP) zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft bekanntgegeben. 2002-06-18

Die Umsetzung der Konzepte für die Erhaltung einzelner Kulturen sowie die Öffentlichkeitsarbeit stehen in den nächsten vier Jahren im Vordergrund. Mit der Umsetzung des nationalen Aktionsplanes leistet das BLW einen wichtigen Beitrag zum Weltaktionsplan der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft bilden die natürliche Grundlage für die Ernährungssicherheit. Sie sind für den Menschen lebenswichtig. Die Schweiz verfügt aufgrund ihrer geografischen Lage und der kulturhistorischen Entwicklung über ein einzigartiges genetisches Reservoir. Der im Juni 1996 verabschiedete Weltaktionsplan der FAO ist in der Schweiz im Rahmen des NAP konkretisiert. Der NAP ergänzt die bestehenden agrarpolitischen Massnahmen und Anstrengungen im Bereich der Biodiversität. Seit 1999 wurden im Rahmen der 4-jährigen Pilotphase, in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Kulturpflanzen (SKEK), die für die Umsetzung des NAP notwendigen Strukturen erarbeitet. Die Inventarisierung der Kultur- und Nutzpflanzen kam gut voran, das Projekt stiess auf grosse Resonanz.

In der zweiten Phase des NAP (2003-2006) sollen jetzt alle Kultur- und Nutzpflanzen auf denselben Stand bezüglich Inventarisierung, Erhaltung und Dokumentation gebracht werden. Wo bereits Erhaltungskonzepte erarbeitet wurden, sollen diese in erster Priorität umgesetzt werden. Zudem soll die Bevölkerung vermehrt auf die Bedeutung der Biodiversität aufmerksam gemacht werden. Sie soll mehr wissen über Anbau, Verwertung und Eigenschaften der Kultur- und Nutzpflanzen sowie den Nutzen der Agrobiodiversität. 

Tagung der C.E.D.I.A.: Gentechnik in der Landwirtschaft
Eine Tagung zum Thema "Der Einsatz von genetisch modifizierten Organismen in der Landwirtschaft", veranstaltet von der C.E.D.I.A. (European Confederation of Agronomist Associations), fand Ende Juni in Lissabon (Portugal) statt.
Informationen der OECD
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