Der Schweizerische Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) schlägt ein „Neun Punkte Programm zur Förderung von Wissenschaft und Technologie in der Schweiz“ vor. Der SWTR ist das beratende Organ der Regierung in allen Fragen der Wissenschaft und Technologie. Er setzt sich zusammen aus 13 Mitgliedern des wissenschaftlichen Lebens der Schweiz.
Der SWTR weist in seiner Pressemeldung vom 29. Mai 2002 darauf hin, dass die Forschung in der Schweiz sich zur Zeit in einer Krise befinde, da vielzu wenig Mittel in die Wissenschaft investiert würden. Dies verzögere auch dringend nötige Reformen zur Effizienzsteigerung des Bildungs- und Forschungssystems. Die Schweiz sei dabei, ihre Spitzenstellung in Forschung und Technologie zu verlieren, was für die Zukunft des Landes nichts Gutes verheisse.
Das Programm, das in einer Broschüre veröffentlicht wurde, macht Vorschläge zu folgenden Themen:
1. Strukturreform des schweizerischen Hochschulsystems
2. Karrierestruktur für den akademischen Nachwuchs
3. Gezielte Unterstützung der langfristigen Forschung
4. Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften
5. Stärkung der klinischen Forschung
6. Verbesserung des Wissenstransfers und der Innovation
7. Einrichtung eines Departement für Wissenschaft, Bildung und Kultur
8. Erhöhung der Forschungsausgaben
9. Vermehrte Öffnung der Universität gegen aussen
Diskussionen um falsch deklariertes Gentech-Futter
Die Medien und die Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga sind aufgrund in der Schweiz falsch deklariertem Gentech-Futter beunruhigt. Darum reicht SP-Nationalrätin Sommaruga laut Sonntags-Zeitung einen Vorstoss zur Warenfluss-Transparenz und zur Gentech-Deklaration auch von Fleisch, Milch und Eiern ein. Experten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zeigten sich in der Web-Zeitung gegenüber dem Deklarationsvorstoss skeptisch.