Der Wirkstoff Chloroquin wird bei der Therapie von Malaria eingesetzt. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt das Gen gefunden, das für die Resistenz des Malariaerregers gegen diesen Wirkstoff verantwortlich ist.
Über zehn Jahre forschen Wissenschaftler schon an der Chloroquin-Resistenz des Parasiten Plasmodium falciparum, dem Erreger der Malaria. Nun wurde auf dem Chromosom '7' von Plasmodium falciparum ein einzelnes Gen identifiziert, das für die Resistenz verantwortlich ist. Dies berichtete das National Institute of Allergy and Infectious Diseases in einer Pressemitteilung vom 20.10.2000. Kleine Mutationen dieses Gens führen zu Resistenzen, wie sie in Asien, Afrika und auch Südamerika beobachtet worden sind.
Weltweit erkranken jährlich schätzungsweise zwischen 300 und 500 Millionen Menschen an Malaria. Bei mehr als einer Million endet die Krankheit tödlich. Am weitesten ist die Krankheit in Afrika verbreitet. Die zunehmende Resistenz des Erregers gegen den Wirkstoff Chloroquin wurde in den letzten zehn Jahren zu einem immer grösseren Problem, da andere Wirkstoffe teurer und zudem für den Organismus belastender sind.
Mit dem Wissen, wie das die Proteinprodukte des Resistenzgens den Wirkstoff beeinflussen, hofft man, Alternativen bei der Therapie mit Chloroquin entwickeln zu können. So ist es beispielsweise denkbar, dass die Resistenz gegen Chloroquin in einer Kombination mit einem anderen Wirkstoff aufgehoben werden kann.
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