Drei Millionen Franken für Holographielabor zur Erforschung biologischer Moleküle

   Hochleistungs-Spektrometer für das Biozentrum der Universität Basel
Zellforscher erhalten Nobelpreis für Medizin
Den 100. Nobelpreis für Medizin teilen sich der US-amerikanische Forscher Leland Hartwell vom Fred Hutchinson Cancer Research Center (Seattle) und seine britischen Kollegen Paul Nurse und Tim Hunt vom Imperial Cancer Research Fund (London). Wie die Nobel-Versammlung am Karolinska-Institut am 8. Oktober in Stockholm bekannt gab, erhalten die drei Wissenschaftler den Preis für ihre gemeinsamen Entdeckungen zur „Kontrolle des Zellzyklus“.

Für den Neubau des Holographielabors des Physik-Institutes an der Universität Zürich-Irchel bewilligte der Regierungsrat einen Kredit von 2,98 Millionen Franken.

Für das experimentelle Forschungslabor müssen erschütterungsfreie Arbeitsräume zur Verfügung stehen, die vor magnetischen Wechselfeldern abgeschirmt sind. Der Regierungsrat hat darum beschlossen, ein von den bestehenden Gebäuden völlig abgelöstes, freistehendes und antimagnetisches experimentelles Forschungslaboratorium für die Elektronen-Holografie zu errichten.

Mit einer neu entwickelten "Elektronen-Punktquelle" werden Struktur und Funktionen biologischer Moleküle untersucht. Das Verfahren wurde von Prof. Dr. Hans-Werner Fink, Professor für Experimentalphysik an der Universität Zürich, entwickelt. Vergleichbar mit der Erfindung des Rasterelektronenmikroskops wird auch die "Elektronen-Punktquelle" das Verständnis biologischer Systeme fördern. Mit dieser Methode konnte vor kurzem gezeigt werden, dass DNS-Moleküle die Eigenschaft haben, elektrischen Strom zu leiten. Damit könnten völlig neue elektronische, molekulare Bauteile oder eines Tages sogar organische Computer-Chips entwickelt werden.