Das Biozentrum der Universität Basel hat ein neues Hochleistungsgerät eingeweiht: Ein 800-Megaherz-Spektrometer für magnetische Kernspinresonanz an biologischen Makromolekülen. Das 5-Millionen-Franken teure Hochleistungsgerät ist erst das zweite seiner Art in der Schweiz.
Hochleistungs-Spektrometer dieser Art dienen zur Aufklärung der dreidimensionalen Struktur und der Wechselwirkung von biologischen Makromolekülen. Die Hochfeld-NMR-Spektroskopie (NMR: Nuclear Magnetic Resonance) ist für die Strukturaufklärung von biologischen Zielstrukturen eine Schlüsseltechnologie in der Wirkstoffentwicklung. Wesentliche Anwendungen der biologischen Strukturaufklärung finden sich in der Pharmaindustrie und in der Medizin. So wurden zum Beispiel die bis jetzt erfolgreichsten Medikamente gegen das Aids-Virus durch die sehr genaue räumlichen Kenntnis der HIV-Protease entwickelt.
Seit Ende 1999 arbeitet am Biozentrum der Universität Basel eine neue Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Stephan Grzesiek auf dem Gebiet der Spektroskopie. Wesentliche Ziele für die nächsten Jahre sind die Aufklärung von Protein-Protein-Wechselwirkungen auf dem Gebiet der Zelladhäsion, der Entwicklungsbiologie und des Aids-Viruses.
Der Kauf des neuen Spektrometers sowie eines zweiten, bereits installierten 600-MHz-Gerätes wurde durch eine gemeinsame Spende von fünf Millionen Franken der beiden Basler Pharmaunternehmen F.Hoffmann-LaRoche und Novartis an das Biozentrum ermöglicht. Das Gerät wird zur Hälfte auch von Forschungsgruppen bei Roche und Novartis mitbenutzt werden.
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CORDIS, der Forschungs- und Entwicklungsinformationsdienst der Europäischen Kommission, bietet im Internet einen benutzerfreundlicheren Zugang zu den Ergebnissen des Vierten Rahmenprogramms (RP4) im Bereich Biowissenschaften und -technologien.
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