Welternährungsgipfel: Grüne Gentechnik könnte den Hunger bekämpfen

   Adulte Stammzellen zeigen im Tierversuch Pluripotenz
Schweiz: Nationale Ethikkommission (NEK) hat ihre Stellungnahme zur Forschung an embryonalen Stammzellen veröffentlicht
Schweiz: Veranstaltung zum Thema „Dürfen Gene patentiert werden?“
Die Entwicklungen der Bio- und Gentechnologie stellen auch für das Patentrecht eine Herausforderung dar. Die Herausforderung ist nicht nur rechtlicher, sondern auch ethischer Natur. Insbesondere über die Frage, ob gentechnisch veränderte Lebewesen sowie Gene und Gensequenzen patentiert werden dürfen, gehen die Meinungen auseinander. Im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung der Eidgenössischen Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich (EKAH) am 26.3.02 stand die Frage, ob Gene patentiert werden dürfen.

Zwischen dem 10. und 13. Juni 2002 fand in Rom der Welternährungsgipfel der Vereinten Nationen (FAO) statt. Nach kontroverser Diskussion einigte man sich in der Schlusserklärung auch darauf, dass mit Hilfe der Grünen Gentechnik das Problem der Unterernährung, verbessert werden könne. 2002-06-25

Diese rechtlich verbindliche Vereinbarung wurde anlässlich der letzten FAO-Konferenz im November 2001 beschlossen und regelt erstmalig die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen weltweit, sowie die gerechte Aufteilung der sich aus deren Nutzung ergebenden Vorteile. Der Vertrag ist im Einklang mit der Konvention zur Biodiversität (Cartagena Protokoll).

Ausser der Europäischen Kommission haben mittlerweile 26 Staaten den internationalen Vertrag unterschrieben. Eritrea, Ägypten, Jordanien und Guinea haben den Vertrag bereits ratifiziert. Wenn der Vertrag von 40 Ländern ratifiziert ist, tritt er in Kraft.

Weltweit stammen 70 Prozent der pflanzlichen Nahrungsmittel von nur zwölf Pflanzenarten. Mit Abstand am bedeutendsten sind: Reis, Mais, Weizen und Kartoffeln. Die FAO weist darauf hin, dass wirtschaftlich schwächere Länder, wie beispielsweise Entwicklungsländer, häufig die grösste biologische Diversität aufweisen. 

km. Diese MAP-Zellen konnten auch im Knochenmark von Menschen isoliert werden. Das Forschungsteam möchte nun herausfinden, ob die Wandlungsfähigkeit der Zellen auch beim Menschen so hoch ist. Wenn dem so wäre, dann könnte man die PatientInnen in Zukunft vielleicht mit ihren eigenen (sogenannten autologen) Stammzellen behandeln. Der grosse Vorteil läge darin, dass die autologen Zellen keine Abstossungsreaktion hervorrufen, und deshalb keine Immundepressiva eingesetzt werden müssten. Wenn man pluripotente adulte Stammzellen zur Verfügung hätte, dann wäre die Diskussion um das umstrittene therapeutische Klonen ebenfalls obsolet. Pluripotente adulte Stammzellen entsprächen in ihrem Differenzierungspotenzial den embryonalen Stammzellen. 

Einsendeschluss für Forschungsgesuche: 30. August 2002. 

km. Das 1996 gesetzte Ziel, die Zahl der Hungernden der Welt bis 2015 zu halbieren, sei unwahrscheinlich. Die Forschung auf dem Gebiet der genetisch veränderten (GV-) Lebensmittel könne man sinnvoll eingesetzten, um die Ernährungssituation in den Hungerregionen der Welt zu verbessern, hiess es auf einer Konferenz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Problematisch sei, dass in den Entwicklungsländern viel zu wenig Mittel für die Forschung im Bereich Gentechnologie zur Verfügung stünden. In den Entwicklungsländern würde weniger als ein halbes Prozent des Werts der landwirtschaftlichen Produktion in die Agrarforschung gesteckt, während es in den Industrieländern zwei bis fünf Prozent seien. 

Tagung der C.E.D.I.A.: Gentechnik in der Landwirtschaft
Eine Tagung zum Thema "Der Einsatz von genetisch modifizierten Organismen in der Landwirtschaft", veranstaltet von der C.E.D.I.A. (European Confederation of Agronomist Associations), fand Ende Juni in Lissabon (Portugal) statt.

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