Der Genius Biotech Award prämiert biotechnologische Geschäftsideen und ihre Umsetzung. Der Wettbewerb ist in drei Phasen gegliedert. In einer ersten Phase präsentieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre innovative Geschäftsidee sowie deren Kundennutzen und Marktchancen. In der zweiten Phase entwickeln sie einen Grob-Businessplan. Die Erstellung eines Detail-Businessplans ist die Aufgabe der dritten Phase. Die Preisträger der stehen nun fest.
Den ersten Preis im Bereich „Innovative Geschäftsidee“ erhielt ein Unternehmen, das sich mit neuen Therapiemöglichkeiten durch programmierten Zelltod beschäftigt. Der zweite Preis wurde für ein System vergeben, mit dem man Peptid-Chips drucken kann. Grundlage dieser Technologie ist ein handelsüblicher Laserdrucker, der mit speziellen Tonerpartikeln in der Lage ist, Peptide auf einer Trägerfolie zu synthetisieren. So entsteht ein definierter Peptid-Chip, der anschliessend z.B. bei der Suche nach neuen Medikamenten eingesetzt werden kann. Eine intelligente Sensorik für den Biochip-Markt haben die Preisträger des dritten Preises ausgeklügelt.
Durch die direkte Auswertung der Daten innerhalb des Detektorsystems kann die Datenflut erheblich reduziert werden, die beim Einsatz von Biochips normalerweise anfällt.
Anerkennung fanden auch Medikamente aus Schneckengift und alternativen Möglichkeiten zu Tierversuchen. Ein weiteres Unternehmen, das am Wettbewerb teilnahm, setzt Pflanzenwurzeln zur Produktion von Wirkstoffen für die Arzneimittelindustrie ein: In speziell entwickelten Bioreaktoren werden transgene Wurzelhaarkulturen gezüchtet, die Biopharmazeutika herstellen. Diese aktiven Substanzen werden von der Wurzel direkt in das Nährmedium abgegeben und können daraus kostengünstig isoliert werden. Doch nicht nur Geschäftsideen aus dem medizinischen Bereich wurden prämiert. Das Ziel eines weiteren preisgekrönten Unternehmens war die biotechnologische Herstellung von Bio-Kraftstoffen (Biodiesel) und Tensiden aus deproteinisierter Molke.
Zwei Schweizer Krebsforscher ausgezeichnet
Die Schweizerische Krebsliga (SKL) zeichnet zwei Krebsforscher mit dem Robert Wenner-Preis 2001 aus. Beide Wissenschaftler haben zum Fortschritt in der Krebstherapie beigetragen. Die Entwicklung künftiger Krebsmedikamente sowie die Stärkung der körpereigenen Abwehr gegen Krebszellen profitieren direkt von den preisgekrönten Forschungsarbeiten.
Schweiz: Drei Preise in Folge für Wissenschaftler vom Friedrich-Miescher-Institut