Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen beantragt

   USA: Erster gentechnisch veränderter Affe
Neue EU-Richtlinie zur Freisetzung und Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen
Anbaufläche mit gentechnisch veränderten Pflanzen steigt weiter
Die globale Anbaufläche gentechnisch veränderter Pflanzen hat zwischen 1999 und 2000 erneut um schätzungsweise elf Prozent zugenommen. Das heisst, sie ist im vergangenen Jahr um 4,3 Millionen Hektaren auf eine Gesamtfläche von 44,2 Millionen Hektaren gestiegen. Die Gesamtfläche entspricht somit mehr als der doppelten Fläche von Grossbritannien.

Das Institut für Pflanzenwissenschaft der ETH Zürich plant einen kleinen Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen. Das Gesuch zur Bewilligung dieses wissenschaftlichen Experiments ist beim Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) eingereicht worden. Dem Weizen wurde ein Gen eingesetzt, das ihn resistenter gegen den Schadpilz Stinkbrand macht.

Versuche im Labor und im Gewächshaus haben eine deutlich verbesserte Resistenz des transgenen Weizens gegen den Stinkbrandpilz gezeigt. Die Forscher wollen nun untersuchen, wie diese Abwehr im Freiland unter natürlichen Bedingungen wirkt. Das Experiment dient ausschliesslich der Grundlagenforschung.

Das Freilandexperiment soll auf dem Gelände der ETH- Versuchsstation Lindau-Eschikon durchgeführt werden. Auf einer Versuchsparzelle von 90 m2 wird eine Fläche von 8 m2 mit transgenem Weizen bepflanzt. Diese Fläche ist von einem ein Meter breiten Streifen eingerahmt, der mit einer Mantelsaat bepflanzt wird. Umfassende Sicherheitsmassnahmen begleiten das Projekt. Sie sollen verhindern, dass sich transgene Weizenpflanzen in der Umgebung verbreiten können. Die Öffentlichkeit wird vor Beginn des Freilandversuches rechtzeitig und ausführlich über den detaillierten Ablauf des Experiments und die umfassenden Schutzmassnahmen informiert.

Stinkbrand ist eine der bedeutendsten Weizenkrankheiten. Der Pilz befällt die Weizenkörner und macht sie ungeniessbar. Die Krankheit wird durch infiziertes Saatgut übertragen. Wenn Stinkbrand nicht bekämpft wird, verbreitet er sich sehr rasch über weite Gebiete und führt zu grossen Ernteverlusten. Als wirksamste Gegenmassnahme hat sich das Beizen des Saatgutes mit synthetischen Pilzgiften (Fungiziden) erwiesen.

Europäisches Patent für Riesenlachse
Das Europäische Patentamt hat der kanadischen Firma Seabright ein Patent auf eine gentechnisch bewirkte Wachstumsförderung von Fischen erteilt. Greenpeace zweifelt die Rechtmässigkeit des unter der Nummer EP 578 653 erteilten Patentes an, da es auf der Basis einer noch nicht umgesetzten EU-Richtlinie erteilt worden sei.
Schweiz: Veranstaltung zum Thema „Dürfen Gene patentiert werden?“
Schweiz: Fünfjähriges Moratorium für GVO in der Landwirtschaft