Forschung: Schlangengifte als Vorbild für neue Gerinnungshemmer

   Schweiz: Tenure Track statt Habitilation?
Nachdiplomkurs "Risiko und Sicherheit"
Gefahr durch antibiotikaresistente Bakterien in Rohwürsten?
Eine Forschungsarbeit des Labors für Lebensmittelmikrobiologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zeigt, dass mehrfach antibiotikaresistente Bakterien aus Rohwürsten (z.B. Salsiz, Salami) ihre Resistenzen auch auf menschliche Krankheitserreger übertragen könnten.

Mit Hilfe von Schlangengiften untersuchen Berner Forschende die Blutplättchen, die bei der Bildung von gefährlichen Blutgerinnseln eine zentrale Rolle spielen. Fernziel ist die Entwicklung von spezifischen Medikamenten, welche die Blutgerinnung nicht beeinträchtigen.

Der SWTR weist in seiner Pressemeldung vom 29. Mai 2002 darauf hin, dass die Forschung in der Schweiz sich zur Zeit in einer Krise befinde, da vielzu wenig Mittel in die Wissenschaft investiert würden. Dies verzögere auch dringend nötige Reformen zur Effizienzsteigerung des Bildungs- und Forschungssystems. Die Schweiz sei dabei, ihre Spitzenstellung in Forschung und Technologie zu verlieren, was für die Zukunft des Landes nichts Gutes verheisse.

Das Programm, das in einer Broschüre veröffentlicht wurde, macht Vorschläge zu folgenden Themen:

1. Strukturreform des schweizerischen Hochschulsystems

2. Karrierestruktur für den akademischen Nachwuchs

3. Gezielte Unterstützung der langfristigen Forschung

4. Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften

5. Stärkung der klinischen Forschung

6. Verbesserung des Wissenstransfers und der Innovation

7. Einrichtung eines Departement für Wissenschaft, Bildung und Kultur

8. Erhöhung der Forschungsausgaben

9. Vermehrte Öffnung der Universität gegen aussen 

mo. Manche Schlangengifte hemmen die Blutgerinnung, indem sie eine bestimmte Gruppe von Blutzellen, die Blutplättchen, lahm legen. Diese Eigenschaft machen sich Kenneth Clemetson und sein Team vom Theodor Kocher-Institut der Universität Bern zu Nutze. In einem Nationalfonds-Projekt untersuchen sie mit Hilfe von Schlangengiften die Funktionsweise der Blutplättchen. Dies ist nicht nur für die Grundlagenforschung, sondern auch für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten von Interesse, die durch Blutgerinnsel ausgelöst werden. In diesen Fällen verstopfen krankhafte Pfropfen aus Blutplättchen die Gefässe und klemmen die Sauerstoffversorgung des Gewebes ab. Das Resultat sind lebensbedrohliche Krankheiten wie Hirnschlag, Herzinfarkt oder Lungenembolie. 

Diskussionen um falsch deklariertes Gentech-Futter
Die Medien und die Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga sind aufgrund in der Schweiz falsch deklariertem Gentech-Futter beunruhigt. Darum reicht SP-Nationalrätin Sommaruga laut Sonntags-Zeitung einen Vorstoss zur Warenfluss-Transparenz und zur Gentech-Deklaration auch von Fleisch, Milch und Eiern ein. Experten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zeigten sich in der Web-Zeitung gegenüber dem Deklarationsvorstoss skeptisch.
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