USA: Erster gentechnisch veränderter Affe

   Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen beantragt
Neue EU-Richtlinie zur Freisetzung und Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen
Anbaufläche mit gentechnisch veränderten Pflanzen steigt weiter
Die globale Anbaufläche gentechnisch veränderter Pflanzen hat zwischen 1999 und 2000 erneut um schätzungsweise elf Prozent zugenommen. Das heisst, sie ist im vergangenen Jahr um 4,3 Millionen Hektaren auf eine Gesamtfläche von 44,2 Millionen Hektaren gestiegen. Die Gesamtfläche entspricht somit mehr als der doppelten Fläche von Grossbritannien.

Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, einen Rhesusaffen mit einem gentechnisch eingefügten Gen zu züchten. Dies gaben die amerikanischen Gesundheitsbehörden (NIH) bekannt. Damit ist der Affe der erste nicht-menschliche Primat, der ein fremdes Gen trägt.

Der Rhesusaffe mit dem Namen ANDi wurde am 2. Oktober im Primatenforschungsinstitut Oregon der Universität in Portland geboren. Sein Name leitet sich ab vom rückwärts gelesenen "inserted DNA", dem fremdem Erbgut, das er in jeder seiner Körperzellen trägt. Für den Versuch wurde mit einem Virus das fremde Gen in 224 Eizellen eingeschleust. Nach der Befruchtung der Eizellen kam es letztlich bei fünf Affen zu einer Schwangerschaft. Drei der neugeborenen Äffchen überlebten. Jedoch nur einer der Affen, Andi, trug das Gen in sich. Die Wissenschaftler hoffen, mit dieser Methode neue Wege zur Entwicklung von Therapien für den Menschen erschliessen zu können.

Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science (Vol. 291, No. 552, pp. 309-312) veröffentlicht.

Europäisches Patent für Riesenlachse
Das Europäische Patentamt hat der kanadischen Firma Seabright ein Patent auf eine gentechnisch bewirkte Wachstumsförderung von Fischen erteilt. Greenpeace zweifelt die Rechtmässigkeit des unter der Nummer EP 578 653 erteilten Patentes an, da es auf der Basis einer noch nicht umgesetzten EU-Richtlinie erteilt worden sei.
Schweiz: Veranstaltung zum Thema „Dürfen Gene patentiert werden?“
Schweiz: Fünfjähriges Moratorium für GVO in der Landwirtschaft