Tagung der C.E.D.I.A.: Gentechnik in der Landwirtschaft
Eine Tagung zum Thema "Der Einsatz von genetisch modifizierten Organismen in der Landwirtschaft", veranstaltet von der C.E.D.I.A. (European Confederation of Agronomist Associations), fand Ende Juni in Lissabon (Portugal) statt.
Neue Broschüre: Gentechnik in der Lebensmittelherstellung
Was ist Gentechnik? Wo wird sie im Lebensmittelbereich eingesetzt? Welche gentechnisch veränderten Lebensmittel sind zugelassen und wie sind diese gekennzeichnet? Eine neue Broschüre stellt die Zielsetzungen der neuen Technologie vor und beschreibt die verschiedenen Anwendungsgebiete.
Von "Abferkelabteil" bis "Zwischenfrüchte"
Ein neuer Online-Service erklärt rund 900 Begriffe aus der Landwirtschaft und bietet Wissenwertes über den Anbau und die Verwendung der wichtigsten Pflanzenkulturen.
Swiss House in Boston eröffnet
Ein "wissenschaftliches Konsulat" hat die Schweiz in Cambridge (USA) bei Boston eröffnet. Es soll dazu dienen, Lehre, Forschung und Wirtschaft in den USA und in der Schweiz besser zu vernetzen.
Malaria: Einzelnes Gen verantwortlich für Wirkstoffresistenz
Der Wirkstoff Chloroquin wird bei der Therapie von Malaria eingesetzt. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt das Gen gefunden, das für die Resistenz des Malariaerregers gegen diesen Wirkstoff verantwortlich ist.
Basler Forum Technik und Gesellschaft: Stammzelltherapie eröffnet neue Horizonte
Die Therapie mit Stammzellen wirft viele ethische und juristische Fragen auf, gleichzeitig bietet sie für eine Reihe von Krankheiten grosse Heilungschancen und sollte daher weiter intensiv verfolgt werden: Darin waren sich die Referentinnen und Referenten einig, die in Basel am Forum Technik und Gesellschaft zum Thema "Stammzellen: Forschung und Anwendung" am 15. September teilnahmen.
Hochleistungs-Spektrometer für das Biozentrum der Universität Basel
Das Biozentrum der Universität Basel hat ein neues Hochleistungsgerät eingeweiht: Ein 800-Megaherz-Spektrometer für magnetische Kernspinresonanz an biologischen Makromolekülen. Das 5-Millionen-Franken teure Hochleistungsgerät ist erst das zweite seiner Art in der Schweiz.
Freisetzungsversuch mit transgenen Kartoffeln
Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) hat am 16. April 1999 erstmals einen Entscheid über die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen gefällt. Es hat sowohl das Gesuch der Firma Plüss-Staufer AG für einen Versuch mit T25-Mais in Oftringen als auch das Gesuch der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Pflanzenbau in Changins (RAC) für gentechnisch veränderte Kartoffeln abgelehnt. 1999-06-16
Jubiläum des Vereins "Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie"
Der Verein Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG) feiert im September sein zehnjähriges Bestehen. Die SAG bezeichnet sich selbst seit Beginn als ein "kritisches Forum".
Nachdiplomkurs "Risiko und Sicherheit"
Ein berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot mit dem Titel "Risiko und Sicherheit" wird ab März 2001 in gemeinsamer Trägerschaft von der ETH Zürich, der ETH Lausanne und der Universität St. Gallen angeboten. Angesprochen sind Personen aus Firmen, Verwaltungsstellen und Hochschulinstituten sowie Privatpersonen, die sich mit Risiko- und Sicherheitsfragen beschäftigen. 2000-10-04
Novartis verstärkt Forschungsaktivitäten im Bereich Xenotransplantation
Novartis Pharma und BioTransplant Incorporated haben bekanntgegeben, dass sie ihre Forschungsaktivitäten im Bereich der Xenotransplantation zusammenlegen und gemeinsam weiterentwickeln werden. Die neu gegründete Gesellschaft hat ihren Standort in Boston/USA und wird ihre Arbeit am 1. Januar 2001 aufnehmen.
Mikroorganismen online datenbank
In einer neuen Online-Datenbank kann nach 12.000 Mikroorganismen, von Pilzen über Bakterien bis hin zu Viren, recherchiert werden.
Neue Rubrik "Gentechnik" im Informationsforum Ernährung
Das Informationsforum Ernährung im Deutschen Agrarinformationsnetz (DAINet) bietet ab sofort die Informationen rund um das Thema Gentechnik und gentechnisch verändertes Material im Bereich Ernährung bzw. Lebensmittel in einer eigenen Rubrik an.
Grossbritannien: "Grünes Licht" fürs Klonen menschlicher Stammzellen
In Grossbritannien soll das therapeutische Klonen mit Stammzellen von menschlichen Embryonen erlaubt werden. Dies empfiehlt ein Bericht der führenden wissenschaftlichen Berater der Regierung, der am 16. August in London vom Gesundheitsministerium veröffentlicht wurde.
Europa: Forschung über Grenzen
Die Europäische Kommission hat einen Entwurf zur Vollbeteiligung der Schweiz am 5. Rahmenprogramm veröffentlicht. Das finanzielle Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union tritt am 1. Januar 2002 in Kraft. Die Schweiz wird jedoch bereits Mitte des nächsten Jahres an das 5. Rahmenprogramm assoziiert, allerdings ohne direkte Finanzierung seitens der Europäischen Kommission bis zum 1. Januar 2002.
Kurzbeschreibungen von EU-Projekten zur Lebensmittelforschung
Im Rahmen des EU-Projektes FLAIR-FLOW, einem Projekt zur Verbreitung von Informationen aus der EU-Lebensmittelforschung, wurden jetzt neue Kurzfassungen zu EU-Projekten ins Deutsche übersetzt und im Internet veröffentlicht.
Internationale Haftung für grenzüberschreitende Umweltschäden
Umweltverschmutzer müssen in Zukunft auch für grenzüberschreitende Schäden
EU-Kommission klagt sechs Länder wegen Versäumnissen beim Schutz gegen Gefahren der Gentechnik an
Die EU-Kommission in Brüssel hat Versäumnisse beim Schutz vor möglichen Gefahren der Gentechnik gerügt. Sie hat gleichzeitig bekanntgegeben, Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Österreich und das Vereinigte Königreich vor dem Europäischen Gerichtshof zu verklagen. Diese Staaten hatten es versäumt, die geänderte Richtlinie über die Anwendung gentechnisch veränderter Mikroorganismen in geschlossenen Systemen in nationales Recht umzusetzen und dies nach Brüssel zu übermitteln.
Nachweismethoden für gentechnisch hergestellte Lebensmittel
Ein populärwissenschaftlicher Übersichtsartikel zu „Analysenmethoden gentechnisch hergestellter Lebensmittel“ ist jetzt auf der Website für „Geninformation“ des österreichischen Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen erschienen.
Schweiz: Bewilligungsgesuch für Freisetzungsversuch öffentlich
Das Bewilligungsgesuch zur Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen, das im November vom Institut für Pflanzenwissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich eingereicht wurde, kann nun im Internet eingesehen werden.
BUWAL: Öffentliches Register für "Geschlossene Systeme"
Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft hat ein aktualisiertes Register mit Listen der Meldungen und Bewilligungsgesuche für Tätigkeiten mit gentechnisch veränderten oder pathogenen Organismen in geschlossenen Systemen veröffentlicht. Diese Listen sind regelmässig im Bundesblatt publiziert.
Xenotransplantation: Schaffung einer zentralen europäischen Kommission gefordert
Die Chancen und Risiken der Xenotransplantation wurden am 11. Mai in Berlin am Robert-Koch-Institut in einem Symposium diskutiert.
Risikobeurteilung von transgenem Raps
Mit vegetationsökologischen und genetischen Grundlagen für die Risiko-Beurteilung von transgenem Raps befasst sich eine Studie, die in Österreich erschienen ist. Die Autoren machen darüber hinaus Vorschläge für ein Monitoring bei Freilandversuchen mit transgenem Raps.
Gefahr durch antibiotikaresistente Bakterien in Rohwürsten?
Eine Forschungsarbeit des Labors für Lebensmittelmikrobiologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zeigt, dass mehrfach antibiotikaresistente Bakterien aus Rohwürsten (z.B. Salsiz, Salami) ihre Resistenzen auch auf menschliche Krankheitserreger übertragen könnten.
Broschüre: Wunderwelt Gehirn
Eine anschauliche Broschüre des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erklärt die Funktionsweise des Nervensystems.
Nachschlagewerk: “Swiss Biotechnology Industry Guide”
Das umfangreichste Nachschlagewerk Schweizer Unternehmen im Bereich der modernen Biotechnologie (in englischer Sprache) ist in der dritten aktualisierten Auflage erschienen.
Weltweite Befragung: "Würden Sie sich klonen lassen?"
Es soll weltweit die grösste Internetbefragung werden, die es je gab. Seit kurzem läuft das von den Vereinten Nationen und mehreren Firmen unterstützte "planetproject", bei dem sich Menschen aus allen Kontinenten zu 160 Fragen aus Bereichen wie Gesundheit, Politik und Religion äussern sollen.
Amerikanischer Wissenschaftspreis für Forscher von Novartis
Alex Matter, Leiter der Krebsforschung des Basler Pharmakonzerns Novartis, ist mit dem Preis der Warren Alpert Foundation ausgezeichnet worden. Geehrt wird er für seine Arbeit am neuen Leukämie-Mittel Glivec.
Informationen der OECD
Die OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) bietet Informationen über Verbraucherschutz, Umwelt und Landwirtschaft.
Suisse : Statistique des expériences sur animaux
Nouvelle baisse du nombre d'animaux utilisés pour la 17ème année consécutive, mise en évidence par la statistique des expériences sur animaux réalisées en 2000. 2001-07-19
Schweiz: Bundesrat schlägt die Ratifizierung des Protokolls von Cartagena vor
Der Bundesrat hat dem Parlament die Botschaft zur Ratifizierung des
Impfstoff gegen AIDS an Affen erprobt
Eine zweistufige Impfung gegen AIDS hat bei Experimenten an der Emory-Universität in Atlanta/Georgia (USA) unter der Leitung von Dr. Harriet L. Robinson erste Erfolge gebracht. Der Impfstoff wurde an Rhesusaffen getestet.
Gen-Lex: Strenges Bewilligungsverfahren statt Teilmoratorium
Die Ständeratskommission hat die erste Lesung der Gen-Lex-Vorlage abgeschlossen. Mit 8 zu 4 Stimmen bei einer Enthaltung lehnte sie ein fünfjähriges Teilmoratorium für die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ab.
Website über Biodiversität in der Schweiz
Ein Internetangebot aus der Schweiz über Biodiversität wird unter www.biodiversity.ch angeboten. Vom nächsten Jahr an informiert das Forum Biodiversität Schweiz in seiner Zeitschrift "Hotspot" über die laufende Biodiversitaetsforschung in der Schweiz.
Europäische Kommission informiert über Biowissenschaften
CORDIS, der Forschungs- und Entwicklungsinformationsdienst der Europäischen Kommission, bietet im Internet einen benutzerfreundlicheren Zugang zu den Ergebnissen des Vierten Rahmenprogramms (RP4) im Bereich Biowissenschaften und -technologien.
Maul- und Klauenseuche in Grossbritannien
In Grossbritannien häufen sich die Fälle von Maul- und Klauenseuche bei Tieren. Auf der Website des britischen Landwirtschaftsministerium (Ministry of Agriculture, MAFF) werden neu auftretende Fälle der Maul- und Klauenseuche bekanntgegeben. 2001-02-28
Blutstammzellen aus dem Bioreaktor
Biotechnologen des Forschungszentrums Jülich haben zwei neue Bioreaktoren entwickelt, in denen blutbildende Stammzellen, aber auch reife Blutzellen in grossem Massstab kultiviert und vermehrt werden können.
WWF: Schweizer lehnen Gentech-Lebensmittel ab - Moratorium verlangt
Die einheimische Lebensmittelproduktion in der Schweiz verzichtet auf Druck der Konsumentinnen und Konsumenten auf gentechnisch veränderte Lebensmittel. Produzenten und Handel kaufen, verarbeiten und verkaufen nur Lebensmittel, die ohne Gentechnik hergestellt sind. Dies stellt der Word Wide Fund for Nature Schweiz (WWF) in einer Pressemitteilung fest. Er fordert darüber hinaus ein Moratorium für Gentechnik in der Landwirtschaft und ruft die Politiker auf, die Umsetzung des Moratoriums bei der Entscheidung über die Gen-Lex zu unterstützen.
Jahresbericht des Schweizerischen Nationalfonds erschienen: 360 Millionen Franken für den wissenschaftlichen Nachwuchs
4400 meist junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiteten im Jahr 2000 durchschnittlich an Forschungsprojekten, die vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) unterstützt werden.
BioTeCH forum: Functional Food - Gesund durch Essen?
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift BioTeCH forum zeigt Pro und Contra des Themas Functional Food auf.
12 Millionen Mark für BioFuture-Preis
Mit dem „Biofuture –Preis“ sind am 21.5.2001, sechs Arbeitsgruppen von der deutschen Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, ausgezeichnet worden. Mit 12 Millionen Mark Preisgeld ist er der am höchsten dotierte Preis für Nachwuchsgruppen in Deutschland.
Neue Vereinbarungen für gentechnisch veränderte Lebensmittel
Gentechnisch veränderte Lebensmittel sollen künftig generell vor der Markteinführungen getestet und genehmigt werden. Darauf haben sich die 165 Mitgliedsländer der "Codex Alimentarius Kommission" am Freitag in Genf verständigt. 2001-07-12
Forschen und Gewinnen
Noch bis zum 30. April können sich Studentinnen und Studenten zum Thema „Bodycheck- wie viel Körper braucht der Mensch?“ mit ihre Forschungsarbeiten bewerben.
Schweiz: Bundesrat setzt nationale Ethikkommission für die Humanmedizin ein
Der Bundesrat hat eine nationale Ethikkommission für die Humanmedizin (NEK) gewählt. Sie umfasst 21 Mitglieder; Präsident ist der Basler Philosoph und Ethiker Christoph Rehmann-Sutter. Die NEK wird die Entwicklungen in der Medizin und den biomedizinischen Wissenschaften verfolgen und zu den damit verbundenen ethischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Fragen Stellung nehmen. 2001-07-05
Deutschland: DFG gegen Import von Stammzellen
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Vorstoss der US-Forscher kritisiert, die erstmals gezielt Embryonen für die Forschung erzeugt hatten. Die DFG ist auch gegen den Import von Stammzellen aus speziell dafür erzeugten Embryonen. Für die DFG ergäben sich ethische Bedenken aus der Tatsache, dass "ein beginnender Mensch hergestellt wird, um getötet zu werden". 2001-07-19
Zwei Schweizer Krebsforscher ausgezeichnet
Die Schweizerische Krebsliga (SKL) zeichnet zwei Krebsforscher mit dem Robert Wenner-Preis 2001 aus. Beide Wissenschaftler haben zum Fortschritt in der Krebstherapie beigetragen. Die Entwicklung künftiger Krebsmedikamente sowie die Stärkung der körpereigenen Abwehr gegen Krebszellen profitieren direkt von den preisgekrönten Forschungsarbeiten.
Österreich: Schulwettbewerb zum Thema Humangenetik
Am 17. Mai 2001 haben auf dem Weltkongress Humangenetik (ICHG) in Wien die Sieger des 1. fächerübergreifenden Schulwettbewerbs Humangenetik ihre Projekte vorgestellt. Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der Plattform „Gentechnik & Wir“ zusammen mit der Österreichischen Gesellschaft für Humangenetik mit Unterstützung des Ministeriums.
Lebensmittelrecht: Eine Lebensmittelbehörde für ganz Europa
Die Europäische Kommission machte Anfang November den Vorschlag, eine Europäische Lebensmittelbehörde (ELB) einzurichten. Ausserdem wird angestrebt, europaweit allgemeine Grundsätze des Lebensmittelrechts festzulegen. Dies sind die wichtigsten Bausteine der Kommissionsstrategie im Bereich der Lebensmittelsicherheit.
Yahoo-Website mit Informationen zur Gentechnik-Debatte
Eine umfassende englischsprachige Website rund um die Diskussion über gentechnische veränderte Lebensmittel wird von "Yahoo", dem Anbieter einer grossen Suchmaschine, angeboten. 2000-11-15
Europäische Union: 971 Millionen Euro für Massnahmen gegen BSE
Michaele Schreyer, die für den Haushalt zuständige EU-Kommissarin, hat den ersten Berichtigungs- und Nachtragshaushaltsplan (BNH) zum Haushalt 2001 der Europäischen Kommission unterbreitet, mit dem weitere 971 Millionen Euro für Maßnahmen zur Bewältigung der BSE-Krise bereitgestellt werden sollen. Diese Maßnahmen umfassen unter anderem eine spezifische Marktstützung sowie die Schlachtung und Beseitigung von über 30 Monate alten Rindern. 2001-02-07
Klonverbot für Menschen
Zum 1. März ist ein Zusatzprotokoll zur Bioethik-Konvention des Europarates in Kraft getreten, in dem das Klonen von Menschen untersagt wird. Wörtlich heisst es, dass „jeder Eingriff mit dem Ziel, ein menschliches Lebewesen zu schaffen, das mit einem anderen lebenden oder toten Menschen identisch ist“, verboten ist.
Schweiz: Drei Preise in Folge für Wissenschaftler vom Friedrich-Miescher-Institut
Der Wissenschaftler Wilhelm Krek erhält den mit 1 Million Franken dotierten Preis der "Dr. Josef Steiner Krebsstiftung". Krek forscht am Friedrich Miescher-Institut (FMI) in Basel. In diesem Jahr hat er damit bereits den dritten Preis für seine Arbeit in der Krebsforschung erhalten.
Diskussionen um falsch deklariertes Gentech-Futter
Die Medien und die Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga sind aufgrund in der Schweiz falsch deklariertem Gentech-Futter beunruhigt. Darum reicht SP-Nationalrätin Sommaruga laut Sonntags-Zeitung einen Vorstoss zur Warenfluss-Transparenz und zur Gentech-Deklaration auch von Fleisch, Milch und Eiern ein. Experten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zeigten sich in der Web-Zeitung gegenüber dem Deklarationsvorstoss skeptisch.
U.S.A.: Vorsitzender einer Ethikkommission verklagt
Im vergangenen Jahr ist der Amerikaner Jesse Gelsinger im Verlauf einer Gentherapie verstorben. Er litt an einem erblichen Enzymmangel der Leber. Sein Vater Paul Gelsinger hat nun den Chef der zuständigen Ethikkommission, Arthur Caplan, verklagt.
Internetportal für Landwirtschaft und Ernährung
Alles im "Grünen Bereich" - das ist die Devise des neu gestalteten
Der Boden – ein „Lebewesen“
Die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz BGS hat eine Broschüre mit dem Titel „Boden ... ein Lebewesen?“ veröffentlicht, in der verschiedene Aspekte des Bodens vorgestellt werden.
EU-Kommission präsentiert Forschungsarbeiten zu GVO
Die Europäische Kommission hat eine Übersicht über die Ergebnisse von Forschungsarbeiten zu GVO (gentechnisch veränderte Organismen) veröffentlicht, die von ihr unterstützt und zwischen 1985 und 2000 durchgeführt wurden.
Euroberatung an der Universität Basel
Die neu gestaltete Website der Euroberatung ist untergliedert in eine Übersicht der aktuell laufenden Ausschreibungen sowie Rubriken, in denen europäische Forschungsinstitutionen, -programme und -stipendien vorgestellt werden.
Schweiz: Protestaktion von Greenpeace beim Bundesamt für Gesundheit
In einer Protestaktion auf und vor dem Gebäude des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) machte Greenpeace am Morgen des 1. Februars auf ihre Forderung im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Soja der Firma Monsanto aufmerksam. 2002-02-05
Schweiz: Tenure Track statt Habitilation?
Das Thema akademische Nachwuchsförderung und die Alternativen zur Habilitation hat die Universität Zürich in einer Publikation vom 31.1.2002 aufgegriffen. Es wird diskutiert, ob es sinnvoll ist, das bisherige Habilitationsverfahren durch das amerikanische Modell des „Tenure track“ zu ersetzen. 2002-02-05
Biologischer Landbau: IFOAM-Jahresbericht
Die Internationale Vereinigung ökologischer Landbaubewegungen (IFOAM) hat ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2000 vorgelegt.
EU-Lob für Schweizer Bio-Kontrollsystem
Das Schweizer Kontrollsystem für Bio-Produkte ist zuverlässig und glaubwürdig. Das bestätigt die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz (GD SANCO) der Europäischen Kommission. Sie hat diesen Sommer das schweizerische Kontrollsystem im Bereich der Bio-Produkte überprüft. 2002-01-30
Lebenswissenschaften: Die Zukunft der Forschung in Europa
Die Europäische Kommission hat am 4.9.2001 eine breit angelegte Sondierung zu Biowissenschaften und Biotechnologie eingeleitet, um eine strategische Initiative vorzubereiten. In ihrem Konsultationspapier „Eine strategische Vision für Biowissenschaften und Biotechnologie" beschreibt sie zahlreiche Fragen, die mit der biotechnologischen Revolution verbunden sind. Am 27./28. September wird sie eine Konferenz mit verschiedenen Interessenvertretern veranstalten, um eine breite, konstruktive öffentliche Debatte über die Biotechnologie in Europa in Gang zu bringen. Zu dem Strategiepapier sind Meinungsäusserungen von allen BürgerInnen der EU gewünscht und willkommen.
EU: Europaweites System für Lebensmittelsicherheit
Der Rat der Landwirtschaftsminister hat am 21. Januar 2002 die Verordnung zur Einrichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBLS) und zur Schaffung eines neuen Rahmens für das Lebensmittelrecht der EU verabschiedet. Die EBLS wird ihren Sitz vorläufig in Brüssel haben. Der geschäftsführende Direktor wird sein Amt voraussichtlich im Sommer diesen Jahres antreten. 2002-01-30
Schweiz: Embryonenforschungsgesetz (EFG): Eröffnung der Vernehmlassung am 22. Mai 2002
Das EFG soll die gesetzlichen Lücken füllen, die heute im Bereich der Embryonenforschung existieren. Zu regeln ist vor allem der Umgang mit überzähligen Embryonen, die durch In Vitro Fertilisation (IVF) entstehen können sowie die Frage, ob die Schweiz zukünftig die überzähligen Embryonen dazu verwenden darf, um embryonale Stammzellen herzustellen. Des weiteren soll das neue Gesetz regeln, ob die Schweiz den Import von ausländischen embryonalen Stammzellen zulässt. Nach heutiger Regelung ist die inländische Herstellung von embryonalen Stammzellen verboten. Nicht verboten ist aber der Import von embryonalen Stammzellen, da die Stammzelle nicht unter den Embryonenschutz fällt. 2002-05-22
Schweiz: Ja zur Forschung mit embryonalen Stammzellen
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) will die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen (ESZ) zukünftig unterstützen. Entsprechende Projekte müssen aber strenge Bedingungen erfüllen. Dies hat der Stiftungsrat an seiner ordentlichen Sitzung vom 28. September entschieden. Ein dem SNF vorliegendes Projekt von Genfer Forschenden entspricht diesen hohen Anforderungen und wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt. Gleichzeitig mit seinem grundsätzlichen Ja zur ESZ-Forschung empfiehlt der SNF dem Gesetzgeber, die Forschung mit menschlichen ESZ gesetzlich klar zu regeln.
Individuelle Hirnkarten für die Neurochirurgie
Hirnstrukturen können nun dank einer neuen Software leichter lokalisiert werden. Das Forschungsprojekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert.
Schweiz: SWTR fordert Offensive zur Förderung der Forschung
Der Schweizerische Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) schlägt ein „Neun Punkte Programm zur Förderung von Wissenschaft und Technologie in der Schweiz“ vor. Der SWTR ist das beratende Organ der Regierung in allen Fragen der Wissenschaft und Technologie. Er setzt sich zusammen aus 13 Mitgliedern des wissenschaftlichen Lebens der Schweiz.
Forschung: Schlangengifte als Vorbild für neue Gerinnungshemmer
Mit Hilfe von Schlangengiften untersuchen Berner Forschende die Blutplättchen, die bei der Bildung von gefährlichen Blutgerinnseln eine zentrale Rolle spielen. Fernziel ist die Entwicklung von spezifischen Medikamenten, welche die Blutgerinnung nicht beeinträchtigen.
Universität Basel führt Bachelor of Science ein
Die Universität Basel führt im Wintersemester 2002/2003 erste Bachelor-Master-Studiengänge in den Naturwissenschaften ein.
Schweiz: Haftungsfragen im Gen-Lex geregelt
Der Ständerat hat noch offene Haftungsfragen im Gen-Lex geregelt und das Gesetz verabschiedet. Wer einer Behandlung mit GVO-Medikamenten im Wissen um deren Wirkung zustimmt, kann nach diesem Gesetz bei unerwünschten Nebenwirkungen den verschreibenden Arzt nicht rechtlich belangen.
Schweiz: Forschungserfolge bei der Bekämpfung von Entzündungen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Prof. Hans-Uwe Simon vom Pharmakologischen Institut der Universität Bern hat in der jüngsten Ausgabe von "Nature Medicine" die Ergebnisse einer Forschungsarbeit publiziert, die neue Aspekte zur Regulation von Entzündungsreaktionen beinhaltet.
EU-Parlament streicht weitgehend Auflagen zur Embryonenforschung
Forschung mit menschlichen Stammzellen und Embryonen kann künftig ohne strikte Auflagen mit EU-Mitteln gefördert werden.
Umstrittene Embryonen-Forschung wird in Frankreich erlaubt
In Frankreich wird die Nutzung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken erlaubt. In der Pariser Nationalversammlung zur Revision des Bioethik-Gesetzes wurde nach einer viertägigen Debatte vergangene Woche eine entsprechende Gesetzesnovelle verabschiedet.
Schweiz: Tagung in Basel mit dem Thema: Mythos Gen, Embryonen, Stammzellen und Patente
Am Samstag, den 31. August 2002 findet in Basel eine Tagung zum Thema Stammzellen, Forschung an Embryonen und Patentierung von humanen Genen statt. Veranstalterin ist die Schweizerische Gesellschaft für ein Soziales Gesundheitswesen (SGSG) Tagungsort: Zentrum für Lehre und Forschung (ZLF), Hebelstrasse 20,
Schweiz: Aktion genetische Ressourcen in der Landwirtschaft
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat am 12.6. 2002 in einer Pressemeldung die Schwerpunkte für die zweite Phase des nationalen Aktionsplanes (NAP) zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft bekanntgegeben. 2002-06-18
Wissenschaft: GVO sollen ein größeres Potenzial besitzen, natürlich vorkommende Arten zu verdrängen
US-Wissenschaftler der Universität Purdue kommen in einem Risikoanalyseprojekt zu dem Ergebnis, dass bei der Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) eine grösseres theoretisches Risiko besteht, die dort (natürlich) vorkommenden Populationen zu verdrängen.
Schweiz: Stärkung der adulten Stammzellforschung durch den Schweizer Nationalfond
Das Nationalfond Projekt 46 (NFP 46) stellt 3.5 Millionen Franken für neue Projekte im Rahmen des NFP „Implantate und Transplantate“ zur Verfügung.
Internationaler Vertrag zu Pflanzengenetischen Ressourcen
Am 6. Juni 2002 haben 15 europäische Länder sowie die Europäische Kommission in Rom den Internationalen Vertrag zu Pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft unterschrieben.
Welternährungsgipfel: Grüne Gentechnik könnte den Hunger bekämpfen
Zwischen dem 10. und 13. Juni 2002 fand in Rom der Welternährungsgipfel der Vereinten Nationen (FAO) statt. Nach kontroverser Diskussion einigte man sich in der Schlusserklärung auch darauf, dass mit Hilfe der Grünen Gentechnik das Problem der Unterernährung, verbessert werden könne. 2002-06-25
Adulte Stammzellen zeigen im Tierversuch Pluripotenz
Eine Forschungsgruppe aus Minnesota kommt im Tierversuch zu dem Ergebnis, dass bestimmte mesenchymale Stammzellen aus adultem Knochenmark sich pluripotent verhalten. Die multipotenten adulten Stammzellen (kurz: MAPC) differenzieren sich nicht nur in mesenchymale Zellen, auf die sie programmiert sind, sondern auch in eine Reihe anderer somatischer Zelltypen. Voraussetzung dafür ist, dass die adulten Stammzellen im frühen Entwicklungsstadium (Blastocystenstadium) injiziert werden.
Schweiz: Nationale Ethikkommission (NEK) hat ihre Stellungnahme zur Forschung an embryonalen Stammzellen veröffentlicht
Die Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin hat am 18. Juni 2002 ihre Stellungnahme zur Forschung an embryonalen Stammzellen vorgelegt. Die inhaltliche Übereinstimmung mit der Gesetzesvorlage der Regierung, die sich derzeit in der Vernehmlassung befindet, ist gross. 2002-06-25
Vereinfachungen für europäische Patentanträge
Patentanträge für europäische Patente müssen künftig, wenn sie in einer der offiziellen Amtssprachen (Englisch, Deutsch, Französisch) verfasst worden sind, nicht mehr in andere Sprachen übersetzt werden. Dies entschied die Regierungskonferenz der Vertragsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens am 16. und 17. Oktober 2000 in London. Bisher hatte jeder der 19 Vertragsstaaten das Recht, eine Übersetzung in seine Landessprache zu fordern. Dies verusachte für die Antragssteller oft sehr hohe Kosten.
Grossbritannien: Versicherungen dürfen Gentest verlangen
Von Briten, die einen Gen-Test auf die Chorea-Huntington-Erkrankung hin gemacht haben, können Versicherungen beim Abschluss einer Lebensversicherung die Offenlegung dieses Tests fordern. Diese Entscheidung traf Mitte Oktober die britische Regierung. Vorerst betrifft dies nur Chorea-Huntington.
Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen beantragt
Das Institut für Pflanzenwissenschaft der ETH Zürich plant einen kleinen Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen. Das Gesuch zur Bewilligung dieses wissenschaftlichen Experiments ist beim Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) eingereicht worden. Dem Weizen wurde ein Gen eingesetzt, das ihn resistenter gegen den Schadpilz Stinkbrand macht.
USA: Erster gentechnisch veränderter Affe
Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, einen Rhesusaffen mit einem gentechnisch eingefügten Gen zu züchten. Dies gaben die amerikanischen Gesundheitsbehörden (NIH) bekannt. Damit ist der Affe der erste nicht-menschliche Primat, der ein fremdes Gen trägt.
Alles über "Starlink"
Einen Informationscenter im Internet über die Maissorte Starlink hat das Unternehmen Aventis eingerichtet.
Neue EU-Richtlinie zur Freisetzung und Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen
Das Europäische Parlament (EP) hat einem Richtlinienentwurf zugestimmt, der klarere Regeln für die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen festlegt. Der Entwurf sieht vor, dass ab 2004 Antibiotika-Resistenzmarker nicht mehr verwendet werden dürfen. Ausserdem wird die Kennzeichnung und die Rückverfolgbarkeit der gentechnisch veränderten Produkte verbessert.
PubliForum „Transplantationsmedizin“
Der Bericht, der anlässlich des PubliForums „Transplantationsmedizin“ von 28 Schweizer Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet wurde, ist nun erhältlich.
Schweiz: Aktuelles zu BSE
Das Bundesamt für Veterinärwesen der Schweiz bietet auf seiner Website ein umfangreiches Informationsforum zum Thema BSE in deutscher, französischer, italienischer und teilweise auch in englischer Sprache. Die Rubriken sind: Fragen und Antworten, Aktuelle Zahlen, BSE-Schweiz, Massnahmen, BSE-Welt sowie BSE von A-Z.
Anbaufläche mit gentechnisch veränderten Pflanzen steigt weiter
Die globale Anbaufläche gentechnisch veränderter Pflanzen hat zwischen 1999 und 2000 erneut um schätzungsweise elf Prozent zugenommen. Das heisst, sie ist im vergangenen Jahr um 4,3 Millionen Hektaren auf eine Gesamtfläche von 44,2 Millionen Hektaren gestiegen. Die Gesamtfläche entspricht somit mehr als der doppelten Fläche von Grossbritannien.
Drei Millionen Franken für Holographielabor zur Erforschung biologischer Moleküle
Für den Neubau des Holographielabors des Physik-Institutes an der Universität Zürich-Irchel bewilligte der Regierungsrat einen Kredit von 2,98 Millionen Franken.
Genius Biotech Award: Preise für biotechnologische Innovationen
Der Genius Biotech Award prämiert biotechnologische Geschäftsideen und ihre Umsetzung. Der Wettbewerb ist in drei Phasen gegliedert. In einer ersten Phase präsentieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre innovative Geschäftsidee sowie deren Kundennutzen und Marktchancen. In der zweiten Phase entwickeln sie einen Grob-Businessplan. Die Erstellung eines Detail-Businessplans ist die Aufgabe der dritten Phase. Die Preisträger der stehen nun fest.
Erste Schritte für eine Umsetzung von internationalen Richtlinien zur Biosicherheit
Die Pilotphase des sogenannten Biosafety Clearing House (BCH), eine unter dem Cartagena Protokoll eingerichtete Informationsplattform, wurde vom ersten Internationalen Komitee des Cartagena Protokolls zur Biosicherheit (ICCP-1) gestartet, das sich in Montpellier (Frankreich) vom 11. bis 15. Dezember 2000 traf. Vertreter von 116 Ländern und 74 Abgesandte von internationalen Organisationen, von Nicht-Regierungsorganisationen sowie der Industrie nahmen an diesem Treffen teil, um das Inkrafttreten des Cartagena Protokolls vorzubereiten. Erwartet wird dieser Schritt im Verlauf des Jahres 2002.
Lebensmittel-News für Europa
Der European Food Information Council (EUFIC) ist eine unabhänigige, nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation. Ihr Ziel ist es, VerbraucherInnen, Ernährungs- und GesundheitsexpertInnen, Lehrkräften und Medien auf wissenschaftlichen Fakten basierende Information über Lebensmittel zu liefern.
Schweiz: Bundesrat setzt Regelung zur Xenotransplantation in Kraft
Der Bundesrat setzt die vom Parlament beschlossene Regelung zur Xenotransplantation zum 1. Juli 2001 in Kraft. Die Regelung ist auf die sich in Erarbeitung befindenden Richtlinien der USA, von Grossbritannien sowie des Europarates abgestimmt. Diese Regelung gilt solange, bis in der Schweiz das Transplantationsgesetz in Kraft gesetzt wird. Dies wird voraussichtlich im Jahr 2004 sein.
Schweiz: Bundesgesetz zur Forschung an embryonalen Stammzellen geplant
Der Schweizer Bundesrat hat entschieden, für die Forschung an menschlichen Embryonen ein eigenes Bundesgesetz zu schaffen. Ursprünglich war vorgesehen, diese Frage im Bundesgesetz über die Forschung am Menschen zu regeln, das sich derzeit in Ausarbeitung befindet. Angesichts der Aktualität der Frage erteilte der Bundesrat dem Eidgenössischen Departement des Innern jedoch den Auftrag, ein gesondertes Bundesgesetz über die Forschung an Embryonen zu erarbeiten.
Bundesrat überweist das Transplantationsgesetz an das Parlament
Der Bundesrat hat am 12.9.2001 den Entwurf für ein Bundesgesetz über die Transplantation von Organen, Geweben und Zellen zusammen mit der Botschaft verabschiedet und an das Parlament überwiesen. Damit wird die Transplantationsmedizin erstmals auf Bundesebene einheitlich und umfassend geregelt. Mit dem Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes wird die Schweiz in diesem Bereich über eine moderne Gesetzgebung verfügen.
Europäisches Patent für Riesenlachse
Das Europäische Patentamt hat der kanadischen Firma Seabright ein Patent auf eine gentechnisch bewirkte Wachstumsförderung von Fischen erteilt. Greenpeace zweifelt die Rechtmässigkeit des unter der Nummer EP 578 653 erteilten Patentes an, da es auf der Basis einer noch nicht umgesetzten EU-Richtlinie erteilt worden sei.
Schweiz: Veranstaltung zum Thema „Dürfen Gene patentiert werden?“
Die Entwicklungen der Bio- und Gentechnologie stellen auch für das Patentrecht eine Herausforderung dar. Die Herausforderung ist nicht nur rechtlicher, sondern auch ethischer Natur. Insbesondere über die Frage, ob gentechnisch veränderte Lebewesen sowie Gene und Gensequenzen patentiert werden dürfen, gehen die Meinungen auseinander. Im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung der Eidgenössischen Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich (EKAH) am 26.3.02 stand die Frage, ob Gene patentiert werden dürfen.
Schweiz: Studie über Nanowissenschaften in der Medizin
Gezieltere Krebstherapien, bessere Diagnosemethoden, Implantate ohne Abstossungsreaktionen – das sind einige der Erwartungen an die zukünftigen nanotechnologischen Anwendungen in der Medizin. Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung hat eine neue Studie in Auftrag gegeben, welche die möglichen Veränderungen durch die Nanotechnologie in der Medizin abklären soll.
Schweiz : Ab 2002 neue internationale Fachmesse für Forschung und Entwicklung in den Lebenswissenschaften in Basel
Die tradtionelle technische Fachmesse für Chemische Technik, Analytik und Biotechnologie „Ilmac“ hat eine Nachfolgerin. Die Messe Basel wird vom 15.-18. Oktober 2002 die „r+d in Life Sciences“ veranstalten: Eine neue internationale Fachmesse und Kongress für Forschung und Entwicklung, Analytik und Diagnostik in Life Sciences und in der Chemischen Industrie. Die in einem zweijährigen Rhythmus durchgeführte Messe für Forschung und Entwicklung, Analytik und Diagno-stik wird von einem hochkarätig besetzten Wissen-schaftskongress begleitet. Angesprochen sind in erster Linie Wissenschafter aus den Life Sciences und aus der chemischen Industrie.
Schweiz: „Runder Tisch“ zum Thema BSE
Die drei Bundesämter für Gesundheit, Landwirtschaft und Veterinärwesen haben kürzlich die interessierten Kreise zu einem Informationsaustausch über BSE eingeladen. Die Schwerpunktthemen bildeten die aktuelle Situation der BSE in der Schweiz sowie die Beurteilung der Massnahmen und der wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Online-Bibliothek für Naturwissenschaft und Technik gestartet
Mit der neuen digitalen Bibliothek GetInfo schafft das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen schnellen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen aus allen Bereichen der Naturwissenschaft und Technik.
Schweiz: Forschungszentrum für Tomographie eingeweiht
In Zürich ist 5. September 2001 das Kompetenz- und Referenzzentrum für MRI-Methodologie offiziell eröffnet worden. Trägerinstitutionen sind das Institut für Biomedizinische Technik der Universität und der ETH Zürich sowie Philips Medical Systems. Das Kompetenzzentrum, zu dem zwei neue MRI-Tomographen gehören, wird von Philips zu einem erheblichen Teil finanziert.
Das Buch zum Jahr der Lebenswissenschaften
Im Juni 2002 ist ein Sammelband über die Lebenswissenschaften - mit dem Titel: „Wohin geht die Reise? Lebenswissenschaften im Dialog“ - erschienen. Herausgeber ist der Verband Deutscher Biologen e.V. Gefördert durch das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)
E-BioSci für Biowissenschaften geht online
Seit kurzem ist die europäische Website E-BioSci http://www.e-biosci.org online. E-BioSci gilt als Pendant der US-Websites PubMed und PubMed Central. Sie bietet Biowissenschaftlern die Möglichkeit zur Publikation und soll eine zentrale Datenbank für biologische Datenbestände sein. Das Projekt entstand auf Initiative der European Molecular Biology Organisation (EMBO) und wurde von der Europäischen Kommission mit einem Beitrag von 2,4 Mio. Euro unterstützt.
Schweiz: Fünfjähriges Moratorium für GVO in der Landwirtschaft
Während der nächsten fünf Jahre soll die Landwirtschaft keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) freisetzen dürfen. Mit 13 zu 12 Stimmen hat die Wissenschaftskommission (WBK) des Nationalrates dieses Moratorium beschlossen.
Schweiz: Wieder Rinderexporte nach Deutschland
Erstmals seit langem konnte die Schweiz wieder Rinder in ein EU-Land exportieren. Jahrelang hatten EU-Mitgliedsländer aus Angst vor der Einschleppung von BSE keine Rinderimporte aus der Schweiz mehr zugelassen. 2002-02-05
Zellforscher erhalten Nobelpreis für Medizin
Den 100. Nobelpreis für Medizin teilen sich der US-amerikanische Forscher Leland Hartwell vom Fred Hutchinson Cancer Research Center (Seattle) und seine britischen Kollegen Paul Nurse und Tim Hunt vom Imperial Cancer Research Fund (London). Wie die Nobel-Versammlung am Karolinska-Institut am 8. Oktober in Stockholm bekannt gab, erhalten die drei Wissenschaftler den Preis für ihre gemeinsamen Entdeckungen zur „Kontrolle des Zellzyklus“.
European Life Scientist Organization
Die European Life Scientist Organization (ELSO) ist eine junge Vereinigung von Wissenschaftlern aus Europa, die auf dem Gebiet der Naturwissenschaften mit molekularbiologischen Methoden forschen.